Glossar - M
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Majuskel
Makulatur
Manikel, Manicule
Manilapapier
Marginalien
Auf einem Druckbogen außerhalb des Satzspiegels angebrachte Bemerkungen, wie Nummern der Lagen oder Ähnliches werden auch Marginalien genannt.
Marmoriergrund
Der Marmoriergrund ist eine verdickte Flüssigkeit, auf der Farben beim Marmorieren schwimmen und sich zu Mustern formen lassen. Er sorgt für eine kontrollierte Verteilung der Farbtropfen und verhindert ein zu schnelles Absinken der Pigmente.
- Traditionelle Verdickungsmittel: Isländisches Moos, Carrageen, Gummi Tragant.
- Moderne Verdickungsmittel: Methylcellulose (CMC), fertige Marmorierlösungen.
- Eigenschaften: Muss zähflüssig genug sein, um die Farben zu tragen, aber nicht zu dick, um das Kämmen zu ermöglichen.
- Haltbarkeit: Pflanzliche Gele verderben schneller, synthetische Alternativen halten länger.
Bezugsquellen: Kunstbedarf, Buchbindebedarf, Apotheke (für Naturprodukte).
Marmorpapier
bezeichnet in verschiedenen Verfahren von Hand hergestellte Buntpapiere, die als Vorsatzpapier, für die Auskleidung von Futteralen oder auch Möbeln verwendet werden.
In ein flaches Becken wird eine sogenannte Schlichte gefüllt, eine Gallerte, auf die Farbe aufgebracht wird. Diese auf der Oberfläche haftende Farbe wird dann mit verschiedenen Werkzeugen, wie Kämmen und Ahlen gezogen und verwirbelt, wobei unter anderem ein marmorartiges Muster entstehen kann. Beim Ebro werden oft florale Muster gezogen. Das Papier wird dann flach aufgelegt (ohne Luftblasen zu bilden) und so das Muster beim Abziehen übernommen.
Maroquin
Maschinengestrichen
Maschinenpappe
Maschinensatz
Massoverfahren
(Klebebindung ohne Blattauffächerung)
Das Massoverfahren ist eine Technik der Klebebindung, bei der die Papierbögen ohne vorheriges Auffächern direkt geschnitten und verleimt werden. Entscheidend für die Haltbarkeit dieser Bindung ist das geriefte Messer, eine Klinge mit feinen, parallel verlaufenden Rillen.
Durch das Schneiden mit einem gerieften Messer entstehen auf der Schnittfläche des Papierblocks zahlreiche kleine Vertiefungen. Diese sorgen dafür, dass sich der Klebstoff tiefer und großflächiger in der Papierstruktur verankern kann. Zudem wird die Festigkeit der Bindung erhöht, da ein eventueller Einriss an der geklebten Kante durch die regelmäßigen Vertiefungen unterbrochen wird und sich somit weniger leicht fortsetzt.
Ein ähnlicher Effekt wird in der Handbuchbinderei genutzt, wo bei klebegebundenen Broschuren der Buchrücken gelegentlich geritzt wird. Dabei werden mit einem speziellen Werkzeug oder einer Säge feine Kerben in den Rücken geschnitten, um die Klebefläche zu vergrößern und die Haltbarkeit der Bindung zu verbessern.
Das Massoverfahren kommt vor allem in der industriellen Buch- und Broschürenproduktion zum Einsatz.
Mattgewebe
Mater
Mausern
Mediävalziffern
Mettage
Metteur
Buchminiaturen
(lateinisch: minium – Mennige, rotes Pigment, da die Initialen und Miniaturen oft in Rottönen hervorgehoben wurden) kleine, kunstvolle Bilder und szenische Darstellungen innerhalb handgeschriebener Manuskripte, die meist biblische, historische oder allegorische Themen illustrieren. Buchminiaturen dienten der visuellen Unterstützung und Verdeutlichung des Textes und wurden oft in leuchtenden Farben und mit Gold verziert, um den Darstellungen eine besondere Tiefe und Strahlkraft zu verleihen. Sie sind typisch für mittelalterliche und frühneuzeitliche Buchkunst und wurden oft in religiösen Werken sowie in Chroniken und Legenden eingesetzt.
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